Mercedes-Benz

Blauer Peter.

24. Januar 2020

Mercedes-Benz GLC F-CELL (Wasserstoffverbrauch gewichtet: 0,91 kg/100 km; CO₂-Emissionen kombiniert: 0 g/km; Stromverbrauch kombiniert: 18,0 kWh/100 km)¹.

Mit Blaulicht, aber ohne lokale Emissionen: In Hamburg ist der weltweit erste Polizeiwagen mit Brennstoffzellen- und Batterieantrieb im Dienst. Auf Streife mit den Kollegen vom Polizeikommissariat 14.

Peter – so beginnt der Rufname jedes Hamburger Streifenwagens. Kurz, griffig und mit Lokalkolorit waren die Kriterien, als das System eingeführt wurde. Abgeleitet ist der „Peter“ wohl vom nautischen Flaggenalphabet. Mit ihrem blauen Rand hatte die Flagge P schnell den Spitznamen „Blauer Peter“ weg.

„Peter 14/2 für Michel“, meldet sich die Zentrale über Funk. Christiane Mond hält inne und lauscht aufmerksam, bereit zu antworten. Entwarnung: „Wir sind nicht gemeint“, sagt die Oberkommissarin. „Unser Rufname ist Peter 14/11“, ergänzt Kollege Michael Linke, während er aus dem Tor des Polizeikommissariats 14 (PK14) in der Caffamacherreihe fährt.

Polizeialltag, aber trotzdem ein Stück weit einmalig. Denn Christiane Mond und Michael Linke sitzen im weltweit ersten und einzigen Funkstreifenwagen mit Brennstoffzellen- und Batterieantrieb – dem Mercedes-Benz GLC F-CELL (Wasserstoffverbrauch gewichtet: 0,91 kg/100 km; CO2-Emissionen kombiniert: 0 g/km; Stromverbrauch kombiniert: 18,0 kWh/100 km)1, der seit Oktober 2019 durch die Hansestadt rollt.

Lokal emissionsfrei durchs Großstadtgetümmel.

„Das PK14 ist für den gesamten Innenstadtbereich zuständig, von den Messehallen bis zum Baumwall und von der HafenCity bis zu den Landungsbrücken“, sagt Hauptkommissar Linke. Ob Innenstadt-Shopping oder Hafen-Tourismus – Michael Linke und Christiane Mond sind stets mittendrin im Herzen von Deutschlands zweitgrößter Stadt. 

„Gerade im Sommer ist hier extrem viel los“, sagt Mond, während der GLC lautlos im Batteriebetrieb durch die Einkaufsstraße Neuer Wall rollt. Schön, dass der GLC F-CELL hier lokal emissionsfrei unterwegs ist. „Ein reines Elektrofahrzeug wäre für solche Streifenfahrten erst einmal auch geeignet. Aber wenn es ernst wird, brauchen unsere Fahrzeuge eine verlässliche Reichweite, da ist der Brennstoffzellenantrieb eine absolut sinnvolle Ergänzung.“ Bis zu 400 Kilometer schafft das Fahrzeug mit Wasserstoffantrieb.

„Peter 14/11 hört.“ Hauptkommissar Michael Linke am Funkgerät.

Thorsten Krumm, Fuhrparkleiter der Hamburger Polizei, sieht im Brennstoffzellenantrieb die Zukunft: „Für mich zählen beim Verschleiß in erster Linie die Stunden unter Strom.“ Denn: „Meist werden nur wenige Kilometer gefahren, aber die Fahrzeuge müssen Energie für Funkgerät und Einbauten liefern und werden auch sonst extrem beansprucht.“ Kurze Strecken, häufiges Beschleunigen und Bremsen. Laufende Motoren im Stand. Besonders im Winter kann das ein echter Härtetest für Mensch und Material sein. 

Blickfang für Passanten.

Am Hafen weht ein eisiger Wind über die neu angelegte Elbpromenade. Nur wenige Menschen trauen sich bei Temperaturen um den Gefrierpunkt heraus. Im GLC F-CELL ist es angenehm warm. Die Heizung nutzt dafür die Abwärme der Brennstoffzelle und des Elektromotors. Das Display informiert über den Betriebszustand der Brennstoffzelle – zu hören ist von ihr allenfalls ein leises Surren.

Michael Linke und Christiane Mond blicken über die Promenade, grüßen zwei Kollegen von der Wasserschutzpolizei auf Streife. „Präsenz zeigen ist bei uns sehr wichtig“, sagt Mond, die seit 15 Jahren zu Fuß und im Streifenwagen in der Innenstadt unterwegs ist – und das auch noch eine ganze Weile sein möchte.

Peter 14/11 und seine Besatzung: Michael Linke und Christiane Mond.

„Ich fühle mich hier wohl“, sagt sie und nimmt auf dem Fahrersitz Platz. Draußen bleibt eine Gruppe Kindergartenkinder stehen und begutachtet interessiert den auffällig beklebten
GLC F-CELL. „So geht es nicht nur Kindern. Die Hinweise auf den Wasserstoffantrieb machen viele Bürger neugierig“, sagt Michael Linke. 

Hinzu kommen die blauen F-CELL Designelemente am Frontgrill, den Seitenschwellern und den Felgen. Das Fahrzeug fällt auf – und wird deshalb von der Dienststelle besonders gern für Informations- und Beratungsveranstaltungen im Innenstadtbereich genutzt.

Auf den ersten Blick erkennbar: der GLC F-CELL.

Ein alltagstauglicher Begleiter.

Es geht weiter, vorbei an Hamburgs Wahrzeichen, dem Michel. Moment mal, Michel? „Genau, das ist auch der Rufname unserer Funkzentrale“, bestätigt Mond und deutet auf das Funkgerät in der Mittelkonsole. 

Der Tag vergeht unaufgeregt. Kein Problem also, die Wasserstofftankstelle in der HafenCity anzusteuern. „Im Prinzip gibt es keinen Unterschied zum Tanken von Benzin oder Diesel“, sagt Linke und blickt auf die Anzeige der Tanksäule. Nach drei Minuten sind die beiden karbonverstärkten Tanks wieder gefüllt – insgesamt 4,4 Kilogramm Wasserstoff passen hinein.

In Kombination mit der Batterie sind 50 rein elektrisch fahrbare Kilometer drin. Das macht den GLC F-CELL zu einem alltagstauglichen Begleiter. Zum Beispiel bei sogenannten „Aufzügen“ als vorausfahrendes Sicherungsfahrzeug vor Demonstrationen oder Gedenkzügen. Etwas Wasserdampf am Auspuff, das ist alles, was die Teilnehmenden vom GLC F-CELL mitbekommen. Blauer war Peter also bisher nie unterwegs.

Fotos: Christoph Börries

1 Die Werte variieren in Abhängigkeit der gewählten Sonderausstattungen. Die angegebenen Werte wurden nach dem vorgeschriebenen Messverfahren ermittelt. Die angegebenen Werte sind die ermittelten „NEFZ-CO₂-Werte“ i.S.v. Art. 2 Nr. 1 Durchführungsverordnung (EU) 2017/1153. Die Kraftstoffverbrauchswerte wurden auf Basis dieser Werte errechnet. Reichweite und Stromverbrauch wurden auf der Grundlage der VO 692/2008/EG ermittelt. Stromverbrauch und Reichweite sind abhängig von der Fahrzeugkonfiguration. Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch und den offiziellen spezifischen CO₂-Emissionen neuer Personenkraftwagen können dem „Leitfaden über den Kraftstoffverbrauch, die CO₂-Emissionen und den Stromverbrauch neuer Personenkraftwagen“ entnommen werden, der an allen Verkaufsstellen und bei der Deutschen Automobil Treuhand GmbH unter www.dat.de unentgeltlich erhältlich ist.