Mercedes-Benz

Im Rausch der Sinne.

4. November 2019

Das Museum der Illusionen.

Seit rund einem Jahr lockt das „Museum der Illusionen“ Neugierige und im wahrsten Wortsinn Schaulustige. Wir haben uns vor Ort ­umgesehen und die echten Macher hinter der Illusion getroffen, Nikolina und Blaženko Lacković.

Im Museum der Illusionen herrscht reges Treiben an diesem Morgen, aber unseren Interviewpartner Blaženko Lacković finden wir sofort – er ist einfach nicht zu übersehen. „Moin moin“, begrüßt uns der kroatische Handballhüne, Nationalspieler, Weltmeister, Olympiasieger und Kunde der Mercedes-Benz Niederlassung Hamburg. Man hört: Hamburg hat seine Spuren hinterlassen. Der von mir gefürchtete Händedruck fällt angenehm dosiert aus, nach kurzem Geplänkel einigt man sich auf das „Du“. Nikolina Lacković stößt dazu, die Zeit ist knapp, irgendwo ist immer was zu tun, und für heute Mittag hat sich schon wieder ein Filmteam des NDR angemeldet. Wir ziehen uns in einen separaten Raum zurück, in dem bunte Luftballons die Wände schmücken. „Unser Raum für Kindergeburtstage und Feiern“, erklärt Nikolina, die sich vor allem in ihrer kroatischen Heimat als Moderedakteurin und Instagrammerin einen Namen gemacht hat. Sie ist als Geschäftsführerin die treibende Kraft hinter der neuen Attraktion.

Nikolina und Blaženko Lacković betreiben das Museum der Illusionen in Hamburg.

Nikolina, wie kam es zur Gründung des Museums?

Wir waren immer der Meinung, dass Hamburg als Großstadt noch eine weitere Attraktion vertragen kann. Und als wir von dem Museum der Illusionen in Zagreb gehört haben, waren wir überzeugt, dass so etwas auch in Hamburg funktioniert. Es handelt sich um ein Franchisekonzept, das mittlerweile in vielen Metropolen zu finden ist, etwa Wien, Belgrad, New York, Athen, Toronto, Kuala Lumpur oder Berlin. Und es werden ständig weitere Ableger eröffnet. Die Illusion zum Anfassen boomt.

Warum habt ihr mit dem Projekt so lange gewartet?

Schon während meines Marketingstudiums in Zagreb war mir klar, dass ich irgendwann mein eigenes Ding machen will. Dann musste meine eigene Karriere allerdings lange für den Sport von Blaženko und für die Kinder zurückstehen. Ich war quasi Spielerfrau und Mutter. Jetzt sind unsere Kinder so groß, dass ich die nötige Luft habe, um das Projekt in Angriff zu nehmen.

Wie habt ihr diesen Standort gewählt?

Wir haben lange überlegt, wohin wir möchten, beispielsweise in die Hafencity. Aber schlussendlich haben wir die Location in der Lilienstraße gefunden – zentral, nah am Bahnhof und mit interessanten Geschäften drumrum. Ein Glücksgriff! Und bislang zeigen die Besucherzahlen, dass es funktioniert – und das bei Jung und Alt.

„Der Standort in der Lilienstraße ist ein echter Glücksgriff!“ 

Nikolina Lacković

Blaženko, du bist einigermaßen prominent. Inwiefern hat euch das beim Museum geholfen?

Nikolina ist die treibende Kraft hinter dem Museum, aber bestimmt hat uns meine „Berühmtheit“ geholfen, Kontakte zu knüpfen und in den Medien ein etwas größeres Interesse zu wecken. Es ist ja nicht so, dass ich in der Stadt überall auf Schritt und Tritt erkannt werde, sondern eher von Leuten, die sich für Handball interessieren.

Welche Pläne hast du für die Zeit nach dem aktiven Handball? Nur noch Museum?

Das Museum wird sicherlich eine große Rolle spielen, die Hauptrolle allerdings der Handball. Ich mache gerade meine A-Lizenz und will langfristig als Trainer arbeiten. Wir haben hier ein hervorragendes junges Team, das ich gern unterstützen möchte. Hamburg ist eine tolle Stadt und mittlerweile unsere zweite Heimat. Hier sind wir „angekommen“ und hier sollen auch unsere beiden Kinder aufwachsen.

Das Museum der Illusionen.

Lilienstraße 14-16
20095 Hamburg

Fotos: © Museum der Illusionen, © TERRITORY Content to Results GmbH/Jörg Sänger und Stephan Kuhn