Mercedes-Benz

Eine Stadt, die sich nicht verändert, lebt nicht.

17. Dezember 2019

Berliner Bogen, Tanzende Türme, Dockland – Hadi Teheranis Entwürfe prägen Hamburgs Stadtbild. Unterwegs mit dem Architekten und Designer, dessen Name längst international zur Marke geworden ist.

Regen prasselt auf die schrägen Fenster der Glasfassade. Doch der Panoramablick aus dem Büro des Architekten Hadi Teherani lässt das Schmuddelwetter vergessen: ganz rechts die Hafenkräne des Burchardkais, die Köhlbrandbrücke, davor eines der bekanntesten Hamburger Gebäude des Baumeisters, das Dockland. „Von der Dachterrasse aus kann man die Elbphilharmonie sehen“, sagt Teherani und zeigt über die Hallen des Altonaer Fischmarkts in Richtung HafenCity. Hier oben in den Elbberg-Lofts liegt das Zentrum der Marke Teherani. Architektur, Interieur, Produktdesign und Consulting – alles unter einem Dach. Selbst entworfen in den 1990er-Jahren und immer noch futuristisch. Seitdem hat sich rund um den Elbberg 1 eine Menge verändert.

Hadi Teherani vor seinem Projekt Elbberg Campus Altona. Rechts im Hintergrund: das Dockland. 
(smart EQ fortwo: Stromverbrauch kombiniert: 20,1 – 12,9 kWh/100 km; CO2-Emission kombiniert: 0 g/km)*

Herzstück Hafen.

Vom Hafen ausgehend ist Hamburg städtebaulich ins nächste Jahrtausend aufgebrochen – und Hadi Teherani hat mit seiner Architektur einen wesentlichen Teil dazu beigetragen. „Hamburg bietet sehr gute Grundvoraussetzungen: Durch die Flüsse entsteht eine spannende Topografie, die Stadt hat engagierte und interessierte Bürgerinnen und Bürger, die einen wachen Blick auf ihre Stadt haben und offen für internationale Einflüsse sind“, erklärt der 65-Jährige. Nach einer kurzen Pause fügt er hinzu: „Und dank der Kaufmannstradition der Hamburger gibt es die nötigen Mittel, große Pläne auch in die Tat umzusetzen.“ Das macht Hamburg für ihn, der die Stadt von Kind auf kennt, zu einem inspirierenden Ort. Die Veränderung in den vergangenen Jahrzehnten? Positiv. „Eine Stadt, die sich nicht verändert, lebt nicht. Und Hamburg ist an so vielen Stellen schöner, besser und lebenswerter geworden.“

Auf Tour.

Es geht mit dem Fahrstuhl nach unten zu den Parkplätzen. Er löst den Ladestecker seines dunkelblauen smart EQ fortwo und steigt ein. Ein weiteres Mal tritt das graue Novemberwetter in den Hintergrund: Sitze, Türverkleidungen, Lenkrad und Armaturenbrett sind magentafarben gepolstert. Mehr Kontrast geht kaum. „Ich wollte eine außergewöhnliche Farbe, die Spaß macht“, sagt Teherani und verbindet sein iPhone mit dem Media-System, Loungemusik statt Herbstblues. Lautlos elektrisch rollt er kurz darauf zur ersten Station, den Tanzenden Türmen, Reeperbahn Nummer 1 – eines der markantesten Gebäude, die Teherani in den vergangenen Jahren in Hamburg realisiert hat. „Mein Blick ist immer in Richtung Zukunft gewandt“, sagt Teherani. Und trotzdem schätzt er auch das Alte, Erhaltenswerte.

Im Innenraum und außen individuell: Hadi Teheranis smart EQ fortwo

Der Architekt als Zuhörer.

„Ich versuche, dem Ort zuzuhören, ihn zu verstehen, die Geschichte herauszufinden und dann mit meiner Lösung all das Vergangene in die Zukunft zu transportieren.“ An der berühmtesten Straße Hamburgs gehört zum Beispiel der traditionsreiche Musikclub „Mojo“ dazu, der seit 1989 in dem abgerissenen Vorgängergebäude residierte. Für den Mojo Club entwickelte Teherani eine ausgeklügelte Eingangslösung: Nachts fährt der Treppenaufgang aus dem Boden des tagsüber leeren Platzes vor dem Hochhaus.

Durch das Glasdach des smart bietet sich ein perfekter Blick auf das Gebäude mit der namensgebenden, markanten Fassadengestaltung. „Alle Projekte haben bei uns einen Arbeitstitel. Und meistens wird der dann auch zur Marke“, sagt Teherani. Zu diesen Markennamen gehört neben den Tanzenden Türmen und dem Dockland auch der Berliner Bogen, die nächste Station der Tour.

Hadi Teherani hat es im Griff: die Architektur genauso wie sein Sonnenbrillendesign und die Interieur-Gestaltung seines smart.

Offener Blick – auch auf Altes.

Der Weg dorthin führt über die Ludwig-Erhard- und die Willy-Brandt-Straße. Draußen im Regen: drei Fahrspuren in jede Richtung. Trostlos. Doch mit dem Blick des Architekten bekommt sogar diese Verkehrsachse eine ganz andere Wirkung. „Ich finde diesen Abschnitt der alten Ost-West-Straße gar nicht so schlimm. So etwas kann auch inspirierend sein“, sagt Teherani und denkt laut über eine Lösung für Fußgänger nach: eine überdachte, offene Brücke vom Rathaus bis zur Speicherstadt, das wäre doch etwas! Morgens auf dem Weg zum Büro sucht sich Teherani allerdings lieber „schöne Strecken, auch wenn sie etwas länger dauern. Das brauche ich für den Start in den Arbeitstag.“ 

Unterwegs im smart EQ fortwo auf Hamburgs berühmtester Straße, der Reeperbahn.

Nachhaltigkeit früh erkannt.

Kurz vor dem Deichtorplatz deutet Teherani nach rechts. „Das Deichtorcenter, darin befand sich jahrelang mein Büro.“ Das Gebäude mit dem dreieckigen Grundriss und der Glasfassade stammt ebenfalls von ihm. „Das Thema Nachhaltigkeit habe ich dort schon damals aufgegriffen. Die Anordnung der Geschosse mit großen Lufträumen erlaubt eine energieeffiziente Belüftung. Auf den offenen Flächen der Etagen sind sogar richtige Gärten entstanden.“ Die Begeisterung, mit der er selbst über die älteren seiner Bauwerke spricht, ist ansteckend, die Frage nach einem Lieblingsgebäude nahezu überflüssig. „Eltern fragt man ja auch nicht nach einem Lieblingskind“, sagt Teherani mit Blick auf den Berliner Bogen, dessen futuristische Form sich auch beinahe 20 Jahre nach Fertigstellung noch deutlich von seiner Umgebung abhebt.

Zeitlos futuristisch und mit dem „Architektur-Oscar“ NEPIX-Building-Award ausgezeichnet: der Berliner Bogen von 2001

Jahrelange Verbindung.

Die starke Verbindung zu seinen Bauwerken wird im Inneren deutlich. Zeit für einen Cappuccino im Foyer. Das Café war im Ursprungsentwurf nicht vorgesehen, kam erst später hinein. Ob es schwer ist, nachträglich Eingebautes oder Hinzugefügtes zu akzeptieren? „Wir sind immer sehr dankbar, wenn man uns fragt, wie man neue Elemente elegant in das Gesamtbild einfügen kann. Das ist hier schließlich nicht zufällig so.“ Dann wandert sein Blick zu einer der zahlreichen Betonsäulen: „Achten Sie auf die Form. Unten oval, oben rund. Können Sie sich vorstellen, wie aufwendig es war, das zu schalen und zu gießen?“

Dann zeigt er auf die Bambuspflanzen, die in den glasüberdachten Höfen wachsen. „Da haben alle gesagt, da wächst doch nie was“, sagt er mit einem Lächeln. Und schon muss Teherani zum nächsten Termin. Der dunkelblaue smart EQ fädelt sich in den dichter werdenden Nachmittagsverkehr ein – diesmal auf direktem Weg zum Elbberg 1.

Hadi Teherani.

Als Sechsjähriger zog der gebürtige Teheraner mit seinen Eltern nach Hamburg. Er studierte Architektur in Braunschweig und kehrte dann nach einer Zeit in Köln nach Hamburg zurück. Ob mit dem Fernbahnhof am Frankfurter Flughafen, den Kölner Kranhäusern am Rheinufer oder der Zayed University in Abu Dhabi – Hadi Teherani ist international gefragt. In seinen Büros in Bangalore und Teheran ist der Architekt regelmäßig persönlich anwesend. Innenarchitektur-Projekte sowie Bauconsulting gehören ebenfalls zum Leistungsspektrum. Mit einem Designstudio für Industrie- und Communication Design ist Hadi Teherani auch als Designer kreativ. Neben dem Bau der Beiersdorf-Konzernzentrale in Eimsbüttel und dem Luxus-Wohnhaus Fiftynine Strandkai am Marco-Polo-Tower ist das Deutschlandhaus am Gänsemarkt eines der wichtigsten aktuellen Neubauprojekte Hadi Teheranis in der Hansestadt.

Hadi Teherani in seinem Büro in den Elbberg-Lofts. Der Schreibtischstuhl ist ein in Serie gefertigter Eigenentwurf.

EQ.

Elektromobilität bei
Mercedes-Benz.

Fotos: Christoph Börries

* Die Werte variieren in Abhängigkeit der gewählten Sonderausstattungen. Die angegebenen Werte wurden nach dem vorgeschriebenen Messverfahren ermittelt. Die angegebenen Werte sind die ermittelten „NEFZ-CO2-Werte“ i.S.v. Art. 2 Nr. 1 Durchführungsverordnung (EU) 2017/1153. Die Kraftstoffverbrauchswerte wurden auf Basis dieser Werte errechnet. Der Stromverbrauch wurde auf der Grundlage der VO 692/2008/EG ermittelt. Stromverbrauch und Reichweite sind abhängig von der Fahrzeugkonfiguration. Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch und den offiziellen spezifischen CO2-Emissionen neuer Personenkraftwagen können dem „Leitfaden über den Kraftstoffverbrauch, die CO2-Emissionen und den Stromverbrauch neuer Personenkraftwagen“ entnommen werden, der an allen Verkaufsstellen und bei der Deutschen Automobil Treuhand GmbH unter www.dat.de unentgeltlich erhältlich ist.